Schockierend: Der Fischbestand hat sich halbiert!

Schon jetzt gibt es in Costa Rica Zeiten, da sagen die Fischer von Puntarenas, es gäbe fast keinen Fisch. Zusätzlich würden, nach ihren Aussagen, nachts im ganz großen Stil japanische Boote zu illegalen Raubzügen in die 12-Meilen-Zone fahren und die Bestände plündern.

Fischschwarm im MeerKlimawandel, Umweltverschmutzung und Überfischung

Es sind Faktoren wie der Klimawandel, Umweltverschmutzung und Überfischung, die in den letzten 40 Jahren dafür gesorgt hat, dass sich der Fischbestand der Weltmeere reduziert hat. Ein aktueller WWF-Report hat nun die alarmierenden Zahlen: Der Bestand ist um ganze 50 Prozent geschrumpft!

Dieser Report, den die Umweltorganisation gemeinsam mit Wissenschaftlern der Zoological Society of London veröffentlichte, sollte uns mehr als zu denken geben, denn nicht nur mit der Fischbevölkerung geht es bergab. Auch Säugetiere, Vögel und Reptilien haben härter zu kämpfen als je zuvor. Besonders stark ist beispielsweise die Familie der Makrelen und Thunfische betroffen. Hier stellten Experten einen Rückgang von über 70 Prozent fest.

Bereits der Living Planet Report machte 2014 auf die enorme Verschwendung von Ressourcen aufmerksam. Neben den bereits genannten Gründen für den Schwund, spiele auch der menschliche Verzehr von Fischprodukten eine große Rolle. Dieser scheint mehr und mehr zu wachsen.

Für gewöhnlich erscheint der Living Planet Report alle zwei Jahre. Da die Ergebnisse des jetzigen jedoch so verehrend ausgefallen sind, möchte der WWF noch in diesem Jahr einen weiteren veröffentlichen. Die Menschen sollen informiert und vor allem gewarnt werden. Die Situation sei dramatisch, es sei höchste Zeit zu handeln, so der WWF-Chef Marco Lambertini im Vorwort des Reports.

Experten wollen Konsequenzen

Neben den Thunfisch und Makrele hat es auch ein Mitglied der Familie der Stachelhäuter schwer getroffen. Der Bestand der Seegurke schrumpfte im Roten Meer um 94 Prozent, in der Nähe der Galapagosinseln sogar um 98 Prozent. Auch hier stellt der menschliche Verzehr eine große Gefahr dar, denn die Seegurke wird in Asien als Delikatesse gehandelt.

Um diesen extremen Rückgang Einhalt zu gebieten, müssen nach der Meinung der Experten striktere Regulierungen getroffen werden. Nur auf diese Art und Weise könne man die Folgeschäden für die Ökosysteme kontrollieren und einschränken. Der Anfang dabei stelle die strengere Begrenzung der Fangzahlen dar. So können sich die Bestände ein wenig erholen.

Dies wirke sich ebenfalls auf andere Ökosysteme aus. Die Ausbeutung des Thunfisches sei beispielsweise auch unmittelbar Schuld an der Gefährdung von Seevögeln, Schildkröten und Haien.

Der Schwund vieler Meeresbewohne wirke sich ebenfalls auf uns Menschen aus, erklärt WWF-Chef Lambertini. Schließlich würden gerade die ärmsten Gemeinschaften, die vom Meer abhingen, am härtesten getroffen. Des Weiteren ist dem Bericht zu entnehmen, dass es auch die Anzahl der Korallenriffe immer mehr zurückgeht, auch in Costa Rica. Ebenso die der Mangroven und Seegräser, die wiederum unabdingbar für Fische sind.

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